Kulturverein Blankenfelde e.V.
Kulturverein Blankenfelde e.V.

 

 

Kunst und Kultur im Kulturverein Blankenfelde

Willkommen

 

im Kulturverein Blankenfelde e.V., welcher sich überparteilich der Förderung von Kunst und Kultur verpflichtet fühlt. Neben einer vielfältigen Veranstaltungstätigkeit betreiben wir heimatgeschichtliche Forschungen und sammeln und bewahren wichtige Zeugnisse der Ortsgeschichte.

 

Gerne möchten wir Sie einmal als Gast unserer Ausstellungen, Lesungen, Gesprächsabende sowie Musik- und Filmveranstaltungen begrüßen.

25 Jahre Kulturverein

 

Viele Blankenfelder werden sich erinnern an die turbulente Zeit nach der politischen Wende mit dem teilweise fatalen Vakuum in so manchem Bereich unseres Lebens.

Nichts deutete auf einen kulturellen Aufschwung hin. Beherzte, engagierte und an Kultur interessierte Bürger unserer Gemeinde taten sich zusammen mit dem Ziel, Kultur für die Gemeinde und seine Bürger zu organisieren. Federführend waren Dr. Horst Thiele, Bernd Heimberger,

Dr. Arno Neumann, Regine Risse, Heike Richter- Focke, Hiltraud Helbig und Helga Hinz. Unter dem Motto „Du sollst nicht langweilen“, ein Zitat von Helmut Karasek, schafften sie die Voraussetzung für die Gründung eines Kulturfördervereins, die letztendlich am 01. November 1991 erfolgte. Noch nicht im Besitz eines so attraktiven Hauses wie der „Alten Aula“ organisierten sie kulturelle Veranstaltungen für die Bürger unserer Gemeinde und darüber hinaus, teilweise in der Gemeindebibliothek, in der Kirche und teilweise auch an anderen Orten. Wichtig war, es gab Kultur vor den Toren der Hauptstadt, niveauvoll und zu erschwinglichen Preisen. Der Start war gegeben, ein Vorstand schwierig gewählt. Aber es funktionierte, anfangs mit noch wenigen Mitgliedern. Ein Sprichwort sagt ja bekanntlich, dass aller Anfang schwer ist.

Dr. Horst Thiele, noch berufstätig, scheute sich nicht, den Vorsitz zu übernehmen und Bernd Heimberger, der nie mehr einem Verein beitreten wollte, wurde sein Stellvertreter und später sein Nachfolger. Dem damaligen Amtsdirektor Dietmar Klemt verdanken wir es heute, dass wir die wunderbare „Alte Aula“ als Veranstaltungsort haben. Er übergab 1996 dem Kulturförderverein die ehemalige, nicht mehr genutzte Zentralschule mit den Worten „Nehmt sie und macht was daraus“. Von der Gemeinde wurden 45 000 DM für die Sanierung zur Verfügung gestellt. Man war sich einig, dass der Saal als festlicher Raum für eine vielseitige kulturelle Nutzung gestaltet werden soll. Der Verein ließ sich nicht zweimal auffordern und nahm die Sache in die Hand. Nach einer Grundsanierung erhielt schließlich das Objekt am 30.Juli 1997 den Namen „Alte Aula“. Fortan wurden Konzerte, Lesungen und Gespräche, später auch Kinoveranstaltungen im großen Festsaal durchgeführt.

Man brauchte natürlich für musikalische Veranstaltungen ein Klavier, das die Gemeinde auch bewilligte. Nur die Firma aus Luckenwalde konnte den Termin nicht halten und schickte leihweise einen Flügel, einen aus der renommierten „Bar jeder Vernunft“ in Berlin. Ein glücklicher Zufall oder Umstand. Denn der Klang des Flügels und die Akustik des Saales passten so perfekt zusammen, dass alle Beteiligten nur von dem einzigen Wunsch beseelt waren - der Flügel muss bleiben. Natürlich war der teurer als ein Klavier und so wurde eine große Aktion gestartet zur Rettung des Flügels für die „Alte Aula“.

Wie jeder Besucher unserer Veranstaltungen unschwer erkennen kann, er ist noch heute da! Mit einem Benefizkonzert des heutigen „Tauthaus-Ensembles“, also Hanna Dippner mit ihrer Familie, wurde eine Spendenaktion entfacht. Viele Bürger aus Blankenfelde und Umgebung, auch Berlin und Betriebe trugen dazu bei, dass der Flügel in der „Alten Aula“ verbleiben konnte. Ein Zeichen dafür, dass die Bürger in Blankenfelde ein solches kulturelles Zentrum unbedingt wollten. Mancher Pianist von heute, der zu einem Konzert bei uns ist, spricht sich begeistert aus über die Qualität, den Klang des Instrumentes, ohne Wissen über Vergangenheit und Entwicklung des Hauses, des Kulturvereins.

Heute ist die „Alte Aula“ bereits eine Institution, ein Kulturhaus mit vielen Angeboten, betrieben von ehrenamtlichen Leuten, die motiviert sind durch Freude an der Kultur und Dankbarkeit des Publikums und immer noch durch den Leitsatz „Du sollst nicht langweilen“.

Materielle und finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde und den Kreis, der Einsatz von ABM-Kräften und nicht zuletzt das unermüdliche Handeln ehrenamtlicher Helfer sicherte die Basis des Vereins,1998 umbenannt in „Kulturverein Blankenfelde e.V.“

Bernd Heimberger war es, der seine Ideen systematisch einbrachte, um ihre Verwirklichung kämpfte und selbst Hand anlegte in hunderten von Stunden. Nichts ging im Selbstlauf, Anträge auf Fördermittel kosteten Zeit und Kraft, aber es hat sich gelohnt.

 

Nach und nach entstanden die LEIGA, die 1998 mit der Ausstellung des Malers Ronald Paris und des Metallbildhauers Jan Skuin eröffnet wurde. Sie wurde 2002 erweitert um die „Galerie 1.Etage“. Seither hatten unzählige bildende Künstler Ausstellungen in der „Alten Aula“, z. B. Jürgen Melzer, Karl-Heinz Schamal, Werner Stötzer, Michael Radloff, Hernando León,  sebstverständlich R.Paris und J.Skuin mehrfach und viele andere auch.

Künstler unserer Gemeinde bzw. Region gestalteten das äußere Bild des Hauses am Zossener Damm 2, das Eingangsportal von Ronald Paris und Jan Skuin, Skulpturen im Park von Karl-Heinz Schamal, hervorzuheben der Gärtnerjunge, der die Gäste zum Eintreten einlädt, Geländer und Einfahrtsgitter von Schmieder Mohrmann-Dressel, die Kugeln auf den Säulen (letzte Überbleibsel des alten Schlosses) von Steinmetz Roland Riesenberg und der Tröpfchenbrunnen von Jan Skuin. So ist das Ensemble selbst ein Kunstobjekt.

 

Seit 15 Jahren haben Hobbykünstler die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einer kreisoffenen Ausstellung in der LEIGA zu präsentieren. Jedes Jahr im Mai nutzen sehr viele, künstlerisch tätige Menschen unserer Region diese Gelegenheit. Und es werden zunehmend mehr.

 

Es existiert eine umfangreiche heimatgeschichtliche Sammlung, Material zur Ortsgeschichte, zusammengetragen vom Ortschronisten Norbert Diering, in fleißiger Kleinarbeit von Bernd Heimberger und geschichtlich Interessierten bearbeitet. Dieser Arbeitskreis „Heimatgeschichte“ wurde 2001 in den Kulturverein integriert und es wurde ein heimatgeschichtliches Archiv eingerichtet, das 2006 offiziell eröffnet wurde.

Seit 2000 erscheinen jährlich die „Blankenfelder Blätter“, vom Schriftsteller Bernd Heimberger angeregte und verfasste Publikationen des Kulturvereins zur Geschichte des Ortes und über Geschichten und Erinnerungen seiner Bürger.

Der Kulturverein besitzt eine umfangreiche Kunstsammlung mit ca. 600 Objekten, in der beispielsweise Arbeiten von Ingeborg Feustel und Karl Menzel enthalten sind, ebenso ein Antiquariat.

 

2003 war es dann soweit, dass in einer groß angelegten Rodungs-, Räumungs- und Urbarmachungsaktion der Park in relativ kurzer Zeit in den Zustand versetzt wurde, in dem er heute ist, ein Ort der Besinnung und Erholung. Harte Arbeit war das, vorwiegend ehrenamtliche.

Am 29.Juni 2004 fand dann die Namensgebung „Aula-Park“ statt, eröffnet mit einem Konzert der Saxophonband der Regenbogen-Musikschule. Eine Reihe fleißiger Helfer machte dies in kurzer Zeit möglich, wofür zwei bis drei Jahre vorgesehen waren, aber vor allem durch Bernd Heimberger, Hannelore Pappschik und gegenwärtig unterstützt von Freia Moldenhauer.

In 800 Arbeitsstunden wurden 40 Kubikmeter Bruchholz, 24 Kubikmeter Beton und Schrott beseitigt, 250 Kubikmeter Erde angefahren und gepflanzt, gepflanzt, bis in die heutige     Zeit gehegt und gepflegt, immer wieder neu. Jeder freut sich an den schönen Außenanlagen und genießt ein Verweilen im Park unter Bäumen, die 200 Jahre alt sind. Als Besonderheit gilt die unter Naturschutz stehende Linde.

 

Die letzte große Aktion war die Sanierung des Kellers, sehr aufwendig und sehr eindrucksvoll, denn hier sollte das Museum für Blankenfelde entstehen. Nachdem die Idee, es im alten Pfarrhaus einzurichten an dessen Abriss scheiterte, war das eine hervorragende Möglichkeit, zumal sich herausstellte, dass die Grundmauern Überreste des alten Gutsverwalterhauses waren., also nun selbst ein Teil des Museums wurden.

Im Oktober 2010 wurde das Museum mit der Ausstellung “75 Jahre GAGFAH- Siedlung“ eröffnet und den Einwohnern und ihren Gästen zugänglich gemacht.

Viele interessierten sich seitdem für die ausgestellten, von Bürgern bereitgestellten Dokumente, Pläne, Gegenstände und Fotos, vor allem aus der Bauphase der Siedlung und vom Architekten Otto Engelberger.

 

In den 25 Jahren seines Bestehens organisierte der Kulturverein über tausend Veranstaltungen mit abertausenden Besuchern, immer wiederkehrende Reihen wie: „Begegnungen mit dem Buch“,

 50 „Blankenfelder Begegnungen“ mit Bernd Heimberger,

Konzertreihen wie „Konzert in der Dorfkirche“ am Anfang,

heute „Musik im Kontext“ mit Konstanze John,

Konzerte unterschiedlichster Art,

die kreisoffene Hobbykunstausstellung,

Kabarett- und Kinoveranstaltungen,

Adventsfest und Aula-Park-Abend,

Gespräche in der Reihe „Mit-Menschen“ und Publikationen,

seit 11 Jahren auch Kulturtouren in andere, interessante Städte.

Das ist eine vielseitige und abwechslungsreiche Gesamtarbeit über das Jahr verteilt.

Bedeutende Persönlichkeiten aus der Politik interessierten sich für unsere Arbeit und besuchten den Kulturverein, so die Ministerin Frau Prof. Johanna Wanka, die Landrätin unseres Kreises Frau Cornelia Wehlan, Dagmar Enkelmann DBT, der Landtagsabgeordnete Christoph Schulze.

In den vergangenen Jahren traten namhafte Künstler auf. Hermann Kant las in der „Alten Aula“ aus seinem Buch „Die Aula“ und signierte natürlich auch, mehrfach Peter Ensikat, die Schauspielerin Anne- Katrin Bürger, Gisela May, Elfriede Brüning, Kammersänger Eberhard Büchner, Filmschauspieler Goiko Mitic und viele andere. Es stellten sich Verlage vor, so der „Eulenspiegel-Verlag“ mit Präsentation und Lesung, durchgeführt von Hans-Georg Stengel, Lothar Kusche und Ernst Röhl.

Aus Anlass seines 70-jährigen Bestehens war der „Aufbau-Verlag“ erst vor kurzem bei uns.

Der Islamexperte Michael Lüders und der Filmkenner Knut Elstermann waren in diesem Jahr zu Lesungen in der „Alten Aula“.

 

Schön ist, dass in diesem Haus mit der kulturpolitischen Vergangenheit wieder anspruchsvolle und interessante Kultur gemacht und erlebt wird.

Finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde und fleißige Leute treffen hier zusammen. Und es ist ein Kleinod für die Gemeinde, ein kulturelles Zentrum entstanden. Von Anfang an war klar, Wenige werden für Viele Kultur organisieren.

Der Vorstand ist der Veranstalter, aktuell sind das Hannelore Pappschik, Dieter Moll, Doreen Neumann, Traute Döring und Siegrid Sohr. Ihnen sei an dieser Stelle ein großer Dank gesagt.

Dieser Dank geht auch an alle, die die Aktivitäten des Kulturvereins in welcher Form auch immer unterstützen, an aktive Mitglieder, Sponsoren und Spender, an die Gemeinde und den Kreis für die materielle und finanzielle Unterstützung, an die Gemeindevertreter, die dies ermöglichten.

Ein kleines Gremium ehrenamtlich Tätiger engagiert sich aus Freude an der Sache. Lobende Worte der Künstler, Anerkennung durch die zufriedenen Besucher sind Ansporn immer wieder.

Der Kulturverein hat heute 63 Mitglieder und wächst ständig, ein wichtiger Grund, dazu gehören zu wollen. Jeder kann Mitglied werden, aus der gesamten Gemeinde und darüber hinaus, jeder kann sich einbringen, jede Idee wird gern erhört und genutzt.

 

 

Siegrid Sohr

Kulturverein

Blankenfelde e.V.

Zossener Damm 2

15827 Blankenfelde

 

Tel.: 03379/374482

oder 03379/5821360

Email: kultblank@web.de

 

Sprechzeiten:

Dienstag: 9:00 - 12:00 Uhr

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